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Haben Sie an alle Puzzlestücke in Ihrem Finanzplan gedacht?

Kürzlich war eine Oberärztin bei mir im Büro.

Echt top in ihrem Fach, aber bei Finanzanlagen hatte sie nur wenig Ahnung. Natürlich kannte sie die AHV und die Pensionskasse. Wie viel Geld mittlerweile in ihrer Pensionskasse parkiert war, wusste sie jedoch nicht.

Dabei hatte sie in den letzten Jahren sehr viel einbezahlt – auf Rat ihres Beraters.

Das Problem: Es hatte nie eine vollständige Beratung stattgefunden. Es wurden immer nur einzelne Teile angeschaut. Und diese Einzelteile passten nun mal nicht alle zusammen.

Also haben wir gemeinsam angefangen, das Puzzle zusammenzusetzen: Wo fehlt noch etwas? Wo besteht bereits ein Überschuss? Und wo liegt Geld, ohne wirklich etwas zu machen?

1. Säule:
Hier gibt es leider nichts mehr zu machen. Die Beitragslücken liegen zu lange zurück und können nicht mehr geschlossen werden.

2. Säule:
In den letzten Jahren hat sie viel eingezahlt. Sie ist jedoch noch relativ jung. Je näher die Pensionierung rückt, desto interessanter können solche Einkäufe aufgrund der Steuerersparnis werden.

3. Säule:
Den vollen Betrag hat sie jedes Jahr einbezahlt. Das Geld liegt aber sang- und klanglos auf einem Konto.

Sonstige Anlagen:
Nicht vorhanden. Auch dieses Geld liegt einfach auf dem Konto.

Solche Fälle enttäuschen mich.

Da sitzt eine Kundin regelmässig mit ihrem Berater zusammen – beraten wird sie aber hauptsächlich dort, wo der Berater selbst etwas daran verdient. Sobald nichts mehr zu verkaufen ist, scheint auch das Interesse an einer vollständigen Lösung zu verschwinden.

Finanzplanung bedeutet für mich nicht, einzelne Produkte zu verkaufen. Es bedeutet, alle Teile anzuschauen und dafür zu sorgen, dass sie am Ende auch zusammenpassen.

Hast du einen vollständigen Finanzplan?